„Ich mache das lieber selbst.“ Ein Satz, den viele Menschen kennen. Nicht unbedingt, weil sie niemandem vertrauen. Und auch nicht, weil sie grundsätzlich keine Unterstützung möchten. Oft ist es viel einfacher: Wir sind es gewohnt, Dinge selbst zu erledigen.
Wir wissen, wie unser Haushalt funktioniert. Wir kennen die Abläufe. Wir wissen, wie die Wäsche sortiert wird, wo alles hingehört und wie die Kinder ihren Nachmittag verbringen. Und plötzlich soll jemand anderes genau diese Dinge übernehmen? Das kann überraschend schwierig sein.
Zumindest fühlt es sich so an. Wenn wir eine Aufgabe selbst erledigen, müssen wir nichts erklären. Wir müssen niemanden einarbeiten und keine Fragen beantworten. Einfach machen. Fertig.
Wenn wir eine Aufgabe abgeben, entsteht zunächst zusätzlicher Aufwand:
Gerade am Anfang kann sich Unterstützung deshalb paradoxerweise nach mehr Arbeit anfühlen. Doch das verändert sich. Wenn Abläufe einmal geklärt sind und Vertrauen entsteht, wird aus dem anfänglichen Aufwand langfristig Entlastung.
„Sauber“ bedeutet nicht für jeden dasselbe.
Für die eine Person muss die Küche jeden Abend komplett aufgeräumt sein. Für die andere reicht es, wenn alles am nächsten Morgen erledigt wird. Die eine Person faltet Handtücher auf eine bestimmte Art. Die andere macht sich darüber überhaupt keine Gedanken.
Auch bei Kindern, Einkäufen, Wäsche oder der Organisation des Haushalts gibt es persönliche Gewohnheiten.
Wenn jemand anderes Aufgaben übernimmt, müssen wir akzeptieren: Es wird vielleicht nicht exakt so gemacht, wie wir es selbst machen würden. Und das kann schwierig sein. Nicht unbedingt, weil die andere Person es schlechter macht, sondern weil sie es anders macht.
Viele Aufgaben im Haushalt sind Dinge, die wir jederzeit selbst kontrollieren können.
Wir sehen die Wäsche. Wir sehen die Küche. Wir wissen, was im Kühlschrank fehlt. Wir wissen, wann der nächste Termin ansteht.
Wenn diese Aufgaben jemand anderes übernimmt, geben wir einen kleinen Teil dieser Kontrolle ab.
Gerade im eigenen Zuhause kann das ungewohnt sein. Deshalb ist Vertrauen so wichtig. Man muss nicht alles sofort abgeben.Man kann klein anfangen und beobachten, wie die Zusammenarbeit funktioniert. Mit der Zeit entsteht aus einzelnen positiven Erfahrungen Vertrauen.
Ein interessanter Punkt ist: Viele Menschen merken erst dann, wie viel sie täglich erledigen, wenn sie anfangen, ihre Aufgaben aufzuschreiben. Nicht nur die großen Dinge.
Sondern auch:
Jede einzelne Aufgabe wirkt klein, aber zusammen ergeben sie einen beträchtlichen Teil des Tages.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt.
Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht:„Ich schaffe es nicht.“
Es kann genauso gut bedeuten: „Ich möchte meine Zeit anders einsetzen.“
Sie können selbst kochen. Sie können selbst putzen. Sie können selbst einkaufen. Sie können Ihre Kinder selbst abholen. Die Frage ist nicht, ob Sie diese Dinge können. Die interessantere Frage lautet: Möchten Sie Ihre Zeit dafür verwenden?
Manchmal entsteht beim Gedanken an Hauspersonal sofort ein falsches Bild: Entweder man macht alles selbst, oder jemand anderes übernimmt plötzlich den kompletten Haushalt.
Dazwischen liegt sehr viel. Vielleicht möchten Sie nur die Wäsche abgeben, oder die regelmäßige Reinigung. Vielleicht brauchen Sie Unterstützung bei der Kinderbetreuung am Nachmittag. Vielleicht geht es um Einkäufe und Besorgungen. Oder um die vielen organisatorischen Aufgaben, die sich ständig dazwischen schieben.
Sie entscheiden selbst, welche Unterstützung für Ihren Alltag sinnvoll ist.
Nicht jede Aufgabe muss von Ihnen persönlich erledigt werden, nur weil sie wichtig ist.
Und nicht jede Aufgabe muss genauso erledigt werden, wie Sie es selbst tun würden.
Manchmal lohnt es sich, sich zu fragen: Was muss wirklich ich machen? Was mache ich nur, weil ich es schon immer selbst gemacht habe? Welche Aufgaben kosten mich besonders viel Energie? Was würde ich gerne abgeben? Und welche Dinge möchte ich bewusst weiterhin selbst übernehmen?
Diese Fragen können dabei helfen, Unterstützung nicht als Kontrollverlust zu sehen, sondern als bewusste Entscheidung.
Gerade im privaten Umfeld ist es vollkommen normal, dass man nicht sofort jedem Menschen vollkommen vertraut. Deshalb sollte auch die Zusammenarbeit Zeit bekommen.
Ein guter Start, klare Absprachen, offene Kommunikation und gegenseitiger Respekt schaffen die Grundlage dafür.
Mit der Zeit wird aus einer zunächst fremden Person jemand, auf dessen Unterstützung man sich verlassen kann.
Und genau das macht einen guten Match aus.
Wir leben in einer Zeit, in der „gut organisiert“ oft bedeutet, möglichst viel gleichzeitig zu schaffen.
Der Kalender ist voll, die To-do-Liste ist lang und trotzdem versucht man, alles irgendwie selbst unterzubringen.
Vielleicht ist die Lösung aber nicht immer eine noch bessere Organisation.
Vielleicht geht es manchmal darum, weniger selbst machen zu müssen.
Nicht, weil Sie es nicht können, sondern weil Ihre Zeit und Energie auch für andere Dinge wertvoll sind.
Aufgaben abzugeben kann ungewohnt sein. Man muss erklären. Man muss Vertrauen aufbauen. Man muss akzeptieren, dass jemand etwas anders macht. Und man muss ein Stück Kontrolle abgeben.
Aber Unterstützung bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben.
Sie entscheiden weiterhin, wie Ihr Haushalt funktioniert und welche Aufgaben Sie selbst übernehmen möchten.
Sie müssen nicht alles selbst machen, nur weil Sie es können.
Manchmal ist es die bewusste Entscheidung, etwas abzugeben, die wieder Raum für die Dinge schafft, die man wirklich selbst machen möchte.
Feemily unterstützt Familien dabei, qualifiziertes Hauspersonal zu finden, das nicht nur fachlich passt, sondern auch zum individuellen Alltag und den persönlichen Anforderungen des Haushalts.